Liebe Freund*innen,
seit 2019 befinden wir uns in einem Kopf-an-Kopf-Rennen um den Wahlsieg in der Stadt Braunschweig mit der CDU und der SPD (Einen zeitlichen Verlauf habe ich hier dokumentiert: https://wahl.jenskrumsieck.de/timeline). Die Stärke unserer Ratsfraktion hat sich bei der letzten Kommunalwahl fast verdoppelt, von 7 auf 12. Mit 22,6% waren die GRÜNEN zweitstärkste Kraft in Braunschweig.
Dieser Erfolg ist direkt in unserer Stadt sichtbar. Das Magniviertel wurde nach einem Verkehrsversuch zum autoarmen Quartier, die erste Veloroute befindet sich im Bau, Fahrradwege wurden an vielen Stellen deutlich verbreitert und Rad- und Fußverkehr-freundliche Querungen an der Celler Straße und am Wendentor vom Wall kommend, um nur mal ein paar zu nennen. Vorlagen für solche Vorhaben hätte das Dezernat ohne Aussicht auf Mehrheit - ohne uns GRÜNE - vermutlich niemals erstellt. Deshalb ist es wichtig, dass wir auch in Zukunft für eine Verkehrswende in Braunschweig kämpfen.
Demokratie braucht funktionierende Infrastruktur
Das Rückgrat der Verkehrswende ist ein funktionierender ÖPNV. Städte mit starkem ÖPNV wachsen sozial und wirtschaftlich. Deshalb tragen Kommunen und Land eine große Verantwortung für das Funktionieren des ÖPNV. Leider hat es hier im letzten Jahr mit den Kürzungen der Regiobusse einen Rückschlag gegeben. Obwohl der Ausbau des ÖPNV und die Taktverdichtung als eine zentrale Maßnahme im Mobilitätsentwicklungsplan 2035+ (MEP) beschlossen wurden, hat die SPD dennoch im Regionalverband geschlossen für eine Kürzung der Regiobuslinien gestimmt.
Umso wichtiger ist es, dass wir uns im Rat der Stadt Braunschweig dafür einsetzen, dass dauerhaft ausreichende Mittel von der Stadt bereitgestellt werden. Die bisherigen Entscheidungen zeigen, dass dieser Ausbau politisch nicht selbstverständlich ist – umso entscheidender ist ein starker grüner Einfluss im Rat.
Durchgangsverkehr reduzieren - Tempo 30 wo möglich
Eine weitere, wichtige Maßnahme, die der MEP vorsieht, ist den Durchgangsverkehr zu verringern und Tempo 30 einzurichten wo es möglich ist. Eine Maßnahme, die mir als Betroffener besonders wichtig ist. Menschen, die an stark befahrenen Straßen wohnen sind oft überproportional von Schadstoff- und Lärmemissionen des Autoverkehrs betroffen, obwohl es genau diese Menschen sind, die bewusst auf das Auto verzichten oder es sich finanziell nicht leisten können. Wer es sich leisten kann zieht in die ruhigen Vororte und pendelt mit dem Auto in die Stadt.
Das ist unfair gegenüber denen, die diese Möglichkeiten nicht haben oder auf Grund des angespannten Wohnungsmarktes keine Wohnung in einem ruhigen Viertel finden.
Velorouten sind Zukunftsinfrastruktur
Braunschweig braucht eine zukunftsfähige Radinfrastruktur. Der MEP geht für 2035 von 300.000 täglichen Fahrten mit dem Fahrrad in Braunschweig aus, das wären fast 100.000 Fahrten mehr als aktuell. Um diesen Anstieg bewältigen zu können, brauchen wir sichere, schnelle und attraktive Radwege. Der Ausbau der Infrastruktur beeinflusst dabei auch, ob es überhaupt zu diesem Anstieg kommen wird.
Velorouten liefern schnelle und durchgängige Verbindungen, die essentiell für die zukünftige "Fahrradstadt Braunschweig" sind, die ich mir so sehr wünsche. Städte wie Münster, Kopenhagen oder Utrecht haben es vorgemacht, nun sind wir an der Reihe.
Ich wohne seit bald 15 Jahren in dieser Stadt, einen Großteil habe ich anderen, beim Verändern zugesehen, nun möchte ich selbst zum Veränderer werden, Verantwortung übernehmen und aktiv daran mitarbeiten, dass Braunschweig in Sachen Mobilität zur Vorzeigestadt wird.
Ich würde mich über eure Unterstützung meiner Kandidatur am 28.02.2026 auf den Listenplatz 6 freuen.
Für Rückfragen stehe ich euch gern zur Verfügung.
Euer Jens
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