Wahlvorhersagen für die Stadt Braunschweig

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Wahlvorhersagen für die Stadt Braunschweig

Was sagen die aktuellen Umfragen über Braunschweig?

Bundesweite Umfragen sagen uns, wie die Parteien derzeit in Deutschland dastehen. Aber gilt das auch für Braunschweig?

Nicht unbedingt. Braunschweig hat seine eigenen politischen Traditionen und Wahlmuster. Manche Parteien sind hier stärker, andere schwächer als im Bundesdurchschnitt. Genau diesen Unterschied versucht meine Wahlprognose zu berücksichtigen.

Dafür habe ich historische Wahlergebnisse aus Braunschweig ausgewertet und mit den Ergebnissen bei Bundestags- und Europawahlen in ganz Deutschland verglichen. Daraus entsteht ein statistisches Modell, das aus einem aktuellen Bundestrend eine Art Prognose für Braunschweig ableitet.

Die aktuelle Prognose

Ausgehend vom aktuellen Deutschlandtrend ergibt sich für Braunschweig derzeit folgende Prognose (Stand: 09.09.2026, Live Prognose)

Wahlprognose für Braunschweig

Die Zahlen sind ausdrücklich keine Vorhersage des tatsächlichen Wahlergebnisses. Sie zeigen, welches Ergebnis sich aus dem aktuellen Bundestrend und den bisherigen lokalen Wahlmustern statistisch ergibt.

Zum Vergleich: Bei der Bundestagswahl 2025 lagen CDU und SPD in Braunschweig noch jeweils bei 22,6 %, die GRÜNEN bei 18,0 %, die LINKE bei 11,6 % und die AfD bei 13,3 %.

Wie sicher ist die Prognose?

Keine statistische Methode kann eine Wahl exakt vorhersehen. Deshalb zeige ich zusätzlich, wie groß die typischen Fehler des Modells bei vergangenen Wahlen waren.

Dafür wird das Modell jeweils mit allen historischen Wahlen bis auf eine "trainiert" und anschließend getestet, ob es genau diese ausgelassene Wahl vorhersagen kann. Dieses sogenannte Leave-one-out-Verfahren wird für jede Partei wiederholt.

Der daraus berechnete mittlere absolute Fehler liegt beispielsweise bei etwa ±1,7 Prozentpunkten für die CDU, ±0,8 für die SPD und ±1,8 für die GRÜNEN.

Das bedeutet nicht, dass das tatsächliche Ergebnis mit Sicherheit innerhalb dieser Spanne liegen wird. Die Werte geben vielmehr einen Eindruck davon, wie groß die typischen Prognosefehler des Modells in den historischen Daten waren.

Woher kommen die Daten?

Die Berechnung basiert auf den Ergebnissen der neun Bundestags- und Europawahlen seit 2009. Die lokalen Wahlergebnisse stammen aus den offiziellen Wahldaten der Stadt Braunschweig.

Für den aktuellen Bundestrend nutze ich die Umfragen von DAWUM. Dabei wird ein ungewichteter Durchschnitt der Umfragen der jeweils vergangenen 14 Tage verwendet.

Die Daten werden automatisiert gesammelt, vereinheitlicht und anschließend ausgewertet. Dadurch lassen sich historische Wahlergebnisse systematisch miteinander vergleichen.

Und wie wird daraus eine Prognose?

Für jede Partei wird ein eigenes statistisches Modell berechnet.

Vereinfacht gesagt fragt das Modell:

Wenn eine Partei in Deutschland ein bestimmtes Ergebnis erzielt, welches Ergebnis hatte sie unter vergleichbaren Bedingungen bisher in Braunschweig?

Dabei wird nicht einfach ein fester Unterschied zwischen Deutschland und Braunschweig angenommen. Stattdessen lernt das Modell aus den historischen Wahlen, wie stark sich Veränderungen im Bundesergebnis typischerweise auf das Braunschweiger Ergebnis übertragen.

Bei einzelnen Parteien können zusätzliche bundesweite Werte berücksichtigt werden, wenn sich dadurch die Vorhersage bei den historischen Tests nachweislich verbessert. Welche Variablen verwendet werden, wird bei jeder neuen Berechnung anhand der Daten bestimmt.

Das Ergebnis ist also keine bloße Übertragung des Bundesergebnisses, sondern eine statistische Übersetzung des aktuellen Bundestrends in das bisher beobachtete Braunschweiger Wahlverhalten.

Eine wichtige Grenze

Das Modell wurde mit Bundestags- und Europawahlen trainiert. Es kennt deshalb vor allem Parteien, die bei diesen Wahlen regelmäßig antreten.

Lokale Wählergemeinschaften und Listen wie BIBS kann das Modell grundsätzlich nicht vorhersagen. Auch besondere Effekte einer Kommunalwahl können von einem Modell, das auf überregionalen Wahlen basiert, nur eingeschränkt erfasst werden.

Die Prognose ist deshalb vor allem eines: ein datenbasierter Blick darauf, was sich aus den bisherigen Wahlmustern und dem aktuellen Bundestrend für Braunschweig ableiten lässt.

Die tatsächliche Entscheidung treffen am Ende natürlich die Wählerinnen und Wähler in Braunschweig.

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